Barrierefrei umbauen: Wo fangen Sie an?
Beim barrierefreien Umbau geht es nicht darum, alles neu zu machen. Wir schauen gemeinsam mit Ihnen, welche Hindernisse Sie im Alltag tatsächlich bremsen – und beginnen dort. Die meisten Anfragen betreffen drei Bereiche: das Bad, die Türen und die Übergänge zwischen den Räumen.
Türen verbreitern
Viele Innentüren in Berliner Altbauten und Plattenbauten haben nur 70 bis 75 cm Durchgang. Mit Rollator oder Rollstuhl wird das schnell zu eng. Wir verbreitern die Öffnung, setzen eine neue Zarge und – wenn gewünscht – eine Schiebetür, die keinen Schwenkbereich braucht. Bei tragenden Wänden sorgen wir für einen fachgerechten Sturz.
- Mindestens 80 cm lichte Breite, für Rollstühle 90 cm
- Schiebetüren oder nach außen öffnende Badtüren
- Griffe in gut erreichbarer Höhe
- Saubere Wiederherstellung von Putz, Trockenbau und Anstrich
Schwellen entfernen und Böden angleichen
Jede Schwelle ist eine Stolperfalle. Wir entfernen Türschwellen, gleichen unterschiedliche Bodenhöhen aus und verlegen auf Wunsch einen neuen, durchgehenden Bodenbelag. Als Fliesen- und Bodenleger wählen wir dabei Beläge, die rutschhemmend, pflegeleicht und mit Rollator gut befahrbar sind.
Haltegriffe, Licht und Bedienelemente
Kleine Maßnahmen mit großer Wirkung: Haltegriffe im Flur und Bad, gut erreichbare Schalter und eine helle, blendfreie Beleuchtung. Wichtig ist, dass Griffe in tragfähigem Untergrund sitzen. In Trockenbauwänden sehen wir dafür Verstärkungen vor.
So läuft Ihr Umbau ab
Schritt 1: Beratung vor Ort
Wir besichtigen Ihr Bad, messen auf und klären, was Sie im Alltag brauchen – kostenlos.
Schritt 2: Förderung klären
Wir erstellen das Angebot so, dass Sie es vor Baubeginn bei Pflegekasse oder KfW einreichen können.
Schritt 3: Planung nach DIN 18040-2
Bewegungsflächen, Duschbereich, Griffe und Türbreite werden verbindlich geplant.
Schritt 4: Umbau aus einer Hand
Rückbau, Installation, Abdichtung, Fliesen und Montage – ein Ansprechpartner, ein Zeitplan.
Schritt 5: Abnahme & Übergabe
Gemeinsame Abnahme, Einweisung und alle Unterlagen für Ihre Förderstelle.
Förderung nutzen
Viele Maßnahmen der Wohnraumanpassung werden gefördert – mit bis zu 4.180 € von der Pflegekasse oder über den KfW-Kredit 159. Wie das genau funktioniert, erklären wir auf der Seite Förderung & Zuschüsse.
